Sonderpreis 2009

Der Sonderpreis der Jury 2009 geht an Hans Janke, den ehemaligen Fernsehspielchef und stellvertretenden Programmdirektor des ZDF.

Sebastian Willnow

Ulrich Fischer, Hans Janke

Begründung der Jury

Der Sonderpreis des Robert Geisendörfer Preises wird an Hans Janke verliehen, den langjährigen Fernsehspielchef und stellvertretenden Programmdirektor des ZDF. Die Jury vergibt den Preis für Hans Jankes Lebenswerk, ausgezeichnet wird ein Programmverantwortlicher, der sich stets für das Humane im Fernsehen einsetzte, der auf Qualität gerade in den populären Fernsehformaten achtete und das Publikum nie unterschätzte oder es gar zynisch hinterging.

Die Jury zeichnet einen Intellektuellen im Massenmedium aus, einen Förderer des Guten in den Programmen und der Besten in der Fernsehbranche, ökumenisch gesonnen und der Reformation verpflichtet, einen Menschenfreund und Verteidiger der künstlerischen Freiheit, zugleich stets vorrangig orientiert am Gemeinwohl und nicht am mainstream der Medienentwicklung in Deutschland. Im Wechselspiel zwischen herausragenden Publikums- und Medienerfolgen einerseits und der akribischen und konsequenten Innovations- und Überzeugungsarbeit für anspruchsvollste Formate andererseits hat sich Hans Janke immer selbstkritisch auf den Mediendiskurs eingelassen. Die besten Regisseure, Autoren, Schauspieler und Produzenten arbeiteten für ihn, sein Rat ist in vielen Institutionen bis heute gefragt - auch in der evangelischen Publizistik.

Dem Mediendiplomaten, dem stets zurückhaltend auftretenden Fernsehmacher, dem die uneingeschränkte Zuneigung seiner künstlerischen, organisatorischen und technischen Teams gilt, dem ZDF-Repräsentanten, der im In- und Ausland größte Wertschätzung genießt: ihm soll dieser Sonderpreis des Robert Geisendörfer Preises auch als ein Zeichen des Danks von evangelischer Kirche und evangelischer Publizistik dafür verliehen werden, dass er in einem der härtesten Mediengenres den Mut zur Sensibilität, zur Innovation, zur Menschlichkeit, zur Kreativität mit und ohne Quotengarantie, vor allem aber zur Freundlichkeit und zur Fairness nicht verlor, sondern ihn maßstabsetzend praktizierte: in bester öffentlich-rechtlicher Vergewisserung, in christlicher Verantwortung, mit klarem Qualitätsbewusstsein und vor allem: in tiefem Respekt gegenüber dem Publikum.